Einfaches Händedesinfektionsmittel selbst anrühren aus zwei Rohstoffen (analog WHO)

Händedesinfektionsmittel mit nur zwei Zutaten selbst herstellen

Disclaimer:
Das Video ist im erweiterten Datenschutzmodus eingebunden: erst wenn du auf das Video klickst, setzt YouTube Cookies. Bitte lies vor dem Klick meine Datenschutzerklärung!

„Heute zeige ich dir wie du ein Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis aus zwei Rohstoffen ganz einfach selbst anrühren kannst!“

Händedesinfektion ganz einfach selber machen

Desinfektionsmittel für die Hände sind zurzeit aufgrund der COVID-19 Pandemie sehr teuer oder nur schwer zu bekommen. Und natürlich ist es wichtig, dass wir es vor allem den Menschen, die in essenziellen Berufen arbeiten, zur Verfügung stellen.
Das beste Mittel, um Infektionen vorzubeugen, ist immer noch gründliches Händewaschen für mindestens 30 Sekunden mit Seife.
Aber für die Situationen, in denen das nicht geht, gibt es ein einfaches Rezept, mit dem man aus nur zwei Zutaten ein Händedesinfektionsmittel selbst herstellen kann – und das stelle ich hier vor.

 

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO funktioniert ein solches Mittel am besten, wenn es zwischen 60 und 80 Prozent Alkohol enthält.
Die WHO hat selbst ein Rezept für ein Händedesinfektionsmittel veröffentlicht, an das unseres angelehnt ist. Ein Unterschied ist, dass bei der WHO noch eine dritte Zutat vorkommt: Wasserstoffperoxid.
Die benötigt man aber, nur, wenn das Desinfektionsmittel unter unhygienischen Bedingungen hergestellt wird.
Und da es außerdem oft schwer zu beschaffen ist, ist es für unsere Zwecke besser, darauf zu verzichten. Die Wirksamkeit gegen die Viren erreichen wir durch den Alkohol.

 

Reiner Alkohol, also Ethanol, wie er auch in Getränken vorkommt, ist aber sehr teuer, weil er in Deutschland mit einer Alkoholsteuer belegt wird.
Technischer, also vergällter Alkohol, enthält dagegen Zusatzstoffe, die ihn untrinkbar machen – wer davon trinkt, dem wird schnell ziemlich übel. Dieser technische Alkohol ist aber sehr viel billiger als der Getränkealkohol.
Darum wird er auch oft in Kosmetik eingesetzt, obwohl die Vergällungsstoffe die Haut reizen können. Wer Alkohol in Kosmetika nicht verträgt oder allergisch reagiert, hat oft gar kein Problem mit dem Alkohol selbst, sondern mit den Zusätzen.
Als überzeugter Naturkosmetik-Verwender würde ich für das Händedesinfektionsmittel also am liebsten unvergällten Bio-Alkohol benutzen – aber der ist im Moment sehr teuer oder gar nicht lieferbar.
Als Ersatz empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation stattdessen Isopropanol (auch Isopropyl-Alkohol genannt), der wie Ethanol desinfizierend wirkt und leichter erhältlich ist.
Isopropanol wird gewöhnlich zum Reinigen oder zum Desinfizieren von Flächen eingesetzt. Wegen seiner technischen Herstellung ist Isopropanol jedoch in echter Naturkosmetik nicht erlaubt.

 

Wenn man nun 75% Alkohol mit 25% Wasser vermischt, erhält man ein wirksames Händedesinfektionsmittel – das Problem ist aber, dass es der Haut Fett entzieht, sie austrocknet und reizt.
Die meisten solcher Mittel enthalten darum eine rückfettende Substanz, im WHO-Rezept ist das Glycerin.
Aber an Stelle dieser meist chemisch gewonnenen Substanz können wir auch einen leicht erhältlichen, natürlichen Stoff benutzen: Ich verwende einen reinen Aloe vera-Saft in Bio-Qualität, denn die pflegende Wirkung von Aloe vera ist bekannt und bewährt.

 

Für das Händedesinfektionsmittel mische ich also Isopropanol mit Aloe vera-Saft im Verhältnis 3:1 – das klappt entweder, indem man ein Gefäß dreimal mit Isopropanol und einmal mit dem Saft füllt und das ganze verrührt, oder indem man 750 mL Isopropanol und 250 ml Aloe vera-Saft abmisst (den Saft vorher einmal kurz schütteln).

Abonniere unseren Newsletter
Erhalte immer die neuesten Fakten aus der Naturkosmetik in meinem gratis E-Mail-Newsletter. Deine Daten werden nur für den Versand des Newsletters verwendet und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Schau bitte auch in meine Datenschutzerklärung

Rezept Händedesinfektionsmittel (ergibt 1 l)

750 mL Isopropanol 99,9%

250 mL Bio Aloe vera-Saft

in einem sauberen Behälter vermischen.

Unser Händedesinfektionsmittel füllen wir dann noch in geeignete kleinere Gefäße um, z. B. in gebrauchte, gut gereinigte Seifenspender. Wichtig dabei ist die Behälter, in denen wir das Mittel aufbewahren, unbedingt mit den Inhaltsstoffen beschriften.
Die Warnhinweise, die auf der Isopropanol-Flasche aufgedruckt sind, sind auch für das Desinfektionsmittel zu beachten: Es ist brennbar und sollte von Feuer ferngehalten werden, ebenso von den Augen und kleinen Kindern.

Quellenangabe:

Link zum offiziellen WHO (World Health Organisation) Rezept für das Händedesinfektionsmittel:  https://www.who.int/gpsc/information_centre/handrub-formulations/en/

Teile diesen Beitrag (schau in die Datenschutzerklärung)

Schreibe einen Kommentar